
Mein Name ist Maria Grümmer. Ich wohne mit meinem Mann und den beiden Golden Retriever-Hündinnen Gizmo und Joyce, sowie dem Golden Retriever-Rüden Luca in Würselen bei Aachen. Mein Hobby sind unsere drei Golden. Besonders die Dummyarbeit hat einen festen Platz in meinem Tagesablauf. Joyce führte ich bis 2007 auf Workingtests und Dummy-Prüfungen in Deutschland, Niederlande und Belgien. Die Schwierigkeitsgrade erstrecken sich von Anfänger über Fortgeschrittene bis Sieger. Mit Joyce erreichte ich die Fortgeschrittenen-Klasse. Die Aufgaben entsprechen Situationen, wie sie bei englischen Jagden entstehen. Hierbei wird unter anderem das Markieren, dass Einweisen und die Steadiness (Standruhe) abgefragt. Seit 2009 starte ich mit Luca bei diesen Veranstaltungen.
1993 fand der erste Golden Retriever seinen Weg zu uns. Durch "Dana" habe ich die Rasse Retriever erst richtig kennen gelernt. Ich habe wahrscheinlich in der Zeit, in der wir Dana hatten, mehr von ihr gelernt als sie von mir. Eine Hundeschule habe ich mit ihr nicht besucht. Zu dieser Zeit war ich noch der Meinung, eine Hunde- schule sei nicht unbedingt notwendig.
Leider wurde Dana nur 6,5 Jahre alt. Als bei ihr Leberkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wurde, war uns klar, dass wir in absehbarer Zeit nicht um die Entscheidung des Einschläferns herumkommen würden. In einer solchen Situation ist es schwer, den richtigen Zeitpunkt zu finden. Man möchte die Entscheidung nicht zu früh, aber auch nicht zu spät fällen. Ich glaube, wir haben in Absprache mit unserem Tierarzt den richtigen Zeitpunkt, wenn man in solch einer Situation überhaupt von richtigen Zeitpunkt reden kann, gewählt.
Danach wollte ich erst einmal keinen Hund mehr haben. Dana war einfach noch überall vorhanden. Mein Mann war damals die treibende Kraft bezüglich der Anschaffung eines neuen Golden Retriever. Er meinte, das beste Mittel, den Verlust von Dana zu überwinden, sei die Anschaffung eines neuen Welpen.
Nach dem "Zeitungskauf" klüger geworden, hielten wir uns nun an die DRC-Welpenliste. Unsere Auswahl fiel auf zwei Züchter, mit denen wir uns telefonisch in Verbindung setzten. Beim ersten Telefonat wurde uns schnell klar, dass es nicht genügt, mal eben einen Züchter anzurufen und nach Welpen zu fragen. Man wollte uns erst einmal kennen lernen. Heute können wir das verstehen und würden genauso handeln. Was allerdings für die Züchter gilt - aus dem Kauf von Dana haben wir ja gelernt - sollte auch für die Käufer gelten. Also machten auch wir uns ein Bild von den Züchtern. Wir haben bei unserem ersten Treffen wohl alles richtig gemacht, wenn auch unbewusst, jedenfalls akzeptierten uns die Züchter als eventuelle Käufer der Welpen. Dies bedeutete aber noch keine Zusage. Wir entschieden uns für Anne und Klaus Bieck (Zwingername: Solarfire) aus Geldern.
Jetzt mussten sich nur noch Bieck festlegen. Wir hatten Glück und rutschten auf den Platz in der Käuferliste, bei dem wir (laut Ultraschall gezählten Welpen) noch in den Besitz eines solchen kommen sollten.
Am 06.12.1999 wurde Gizmo geboren. Der Name klingt zwar nach einem Rüden, aber Gizmo ist eine Hündin.
Da laut Kaufvertrag der Besuch einer Hundeschule Pflicht war, nahm ich mit Gizmo an der Welpenstunde der DRC-BZG Aachen teil. Während dieser Zeit merkte ich, wie wichtig eine Hundeschule ist, und was ich alles mit Dana versäumt hatte. Nach Abschluss der Welpengruppe folgte die Junghundegruppe. Nach kurzer Zeit in dieser Gruppe ging es bereits mit den Vorbereitungen auf die BHP (Begleithundeprüfung) los. Nachdem wir diese erfolgreich abgelegt hatten, begann die Dummyarbeit. Diese faszinierte mich leider mehr als Gizmo. Für mich stand allerdings immer fest, dass ich Gizmo zu nichts zwingen werde, was sie nicht freiwillig macht. Nur wenn ihr die Arbeit mit dem Dummy Spaß gemacht hätte, wäre diese Richtung für uns in Frage gekommen.
Dass mein Mann sich zu der Zeit mit dem Gedanken trug, einen zweiten Golden anzuschaffen, kam mir sehr gelegen.
Gizmo war 1,5 Jahre, als Joyce, ebenfalls von Anne und Klaus Bieck, zu uns kam. Während ich mit ihr die gleichen Stationen wie mit Gizmo bei der BZG Aachen durchlief, nahm mein Mann mit Gizmo am Agility-Training teil. Joyce entwickelte sich, dank der von mir gesammelten Erfahrung mit Dana und Gizmo, prächtig. Auch verstand ich es diesmal, mit Hilfe von Karel van Loo, ihr Interesse an der Dummyarbeit zu wecken. Es machte richtig Spaß zu sehen, mit welcher Freude Joyce die Dummys holte.
Die Arbeit von Karel van Loo, der genau in dieser Zeit als Trainer zu uns stieß und für die Dummyarbeit zuständig war, brachte die BZG-Aachen in Sachen Dummyarbeit einen großen Sprung nach vorne.
Mit Joyce nehme ich an Prüfungen und Workingtest in Holland, Belgien und Deutschland teil. Auf das, was ich mit Joyce erreicht habe, bin ich sehr stolz. Immerhin kommt sie aus keiner Arbeitslinie! Bei mancher Prüfung bzw. manchem Working- test, bei denen die jagdlichen Anlagen der Hunde ohne Verwen- dung von Wild getestet werden, schnitt Joyce besser ab als der eine oder andere Hunde aus einer jagdlichen Linie.
Das zeigt: Es kommt nicht nur auf die Linie an, sondern auch auf das, was man mit Geduld und Einfühlungsvermögen aus dem Hund macht.
Nachdem ich nun ein paar Jahre mit Joyce gearbeitet habe und mit ihr die Dummy-C und B in (NL), sowie die Dummy-A und F in (D) und diverse Workingtests in (B), (NL) und (D) gelaufen bin, mußte ich nun doch feststellen, dass Joyce ihre Grenzen erreicht hat. Da sie die Dummyarbeit sehr gerne macht, werde ich im Rahmen ihrer Möglichkeiten diese weiterhin mit ihr ausüben.
Um das mit Joyce erreichte weiter auszubauen, entschloss ich mich zum Kauf eines Welpen aus jagdlicher Linie. Durch die Hilfe von Karel van Loo und Fille Exelmans, lernte ich die Züchter Josee und Cyriel Roelants Adriaenssen (Zwingername: Flying Kangaroo) kennen. Aus dem Wurf der Hündin "Delfien van de Schamsedijk" bekam ich den Golden Retriever Rüden "Luca". Nach 3 Hündinnen hatte ich mich diesmal für einen Rüden entschieden.
Dana war eine richtige Wasserratte. Gizmo stand ihr in dieser Eigenschaft in nichts nach. Eben so, wie wir es von den meisten Retrievern kennen. Joyce war als Welpe nicht so wasser- begeistert. Dies legte sich allerdings schnell und heute schwimmt sie sehr gerne und ausgiebig.
Das Luca überhaupt nichts mit Wasser anfangen konnte, überraschte uns schon sehr. Es war eine Menge Arbeit und Geduld notwendig, um Luca davon zu überzeugen, dass Wasser sein "Element" ist. Bei den ersten Workingtests mit Luca war die Wasseraufgabe das Problem und kostete Punkte. Mittlerweile ist Wasser kein Problem mehr. Luca entwickelt sich prächtig und hat sich schon auf mehreren Workingtests bewährt.